Galerie Lastenräder


In Kopenhagen gehören Lastenräder schon lange zum alltäglichen Stadtbild, aber auch in Deutschland sieht man sie jetzt öfter. Natürlich ist die Lastenraddichte je nach Stadt noch sehr dünn. Aber der Trend aus Dänemark und den Niederlanden, dass sich per Rad kostengünstig Güter, oder auch Personen transportieren lassen, spricht sich langsam auch in Deutschland herum.

Im Netz finden sich vielfältige Informationen rund um das Thema Lastenrad. Ein paar besonders lesenswerte Seiten und interessante Projekte möchte ich im Folgenden kurz vorstellen:

  • Lastenradverzeichnis Velogistics.net - Verzeichnis mit Lastenräder zum Leihen von privater Seite. Die Einträge sind kostenfrei. In Kassel gibt es einen Eintrag im Vorderen Westen.
  • www.cargobikeforum.de - Hier tauschen sich Interessierte über das Thema aus.
  • cyclelogistics.eu - Forschungsprojekt Cyclelogistics mit EU-Unterstützung. Interessant ist hier z. B. die Produktdatenbank.
  • www.werkstatt-lastenrad.de - Unter dem Motto "postfossil mobil" werden hier Bauanleitungen und Bastelberichte von privaten Lastenradprojekten vorgestellt. Das Wiki wird von einer Stiftungsgemeinschaft aus München betrieben, die übrigens auch Lastenrad-Selbstbauprojekte von gemeinnützigen Vereinen unterstützt. In Berlin gibt es sogar ein Lastenrad-Netzwerk. Im Wiki heißt es dazu: "Du möchtest Dir ein eigenes Lastenfahrrad bauen, weißt aber nicht wie und brauchst Unterstützung? Das Berliner Lastenrad-Netzwerk für nachhaltige Entwicklung (BLN) gibt Einzelpersonen und Initiativen umfassende Hilfestellung beim Bau von Lastenfahrrädern und lädt ein zum gemeinschaftlichen Bau von nachhaltigen Transportfahrrädern." Die Infos dazu sind hier.
  • Ausprobiert: Lastenräder auf adfc.de - Der Test wurde vom dänischen Radfahrer-Verband DCF im Rahmen des Projekt CycleLogistics für den Europäischen Radfahrer-Verband ECF durchgeführt.
  • Typendatenbank auf www.Velotransport.de - Die unabhängige Seite stellt viele Lastenradmodelle vor.
  • Lastenraddatenbank auf www.nutzrad.de
  • Schweizer Lastenradinitiative Carvelo
  • VCD-Lastenradprojekt
  • Umfangreicher Artikel zum Thema "Lastenradmitnahme bei der deutschen Bahn"
  • mit Stand 03-2016.
  • animierter Vergleich der Lenksysteme bei Lastendreirädern
  • Zum Schluss noch ein paar Seiten von nichtkommerziellen Lastenrad-Verleihprojekten: lastenrad-stuttgart.de - privates Projekt aus Stuttgart; Lastenrad Daniel aus München - Initiative des ADFC-München; Kasimir aus Köln - freier Lastenradverleih aus Köln. Eine Übersicht und umfangreiche Infos zu freien Lastenradprojekten finden sich im Wiki dein-lastenrad.de.

Lesenswerte Presseartikel zum Thema Lastenrad


Damit aber zur Galerie:


Ein sehr interessanter Fund gleich zu Beginn: Ein "Segellastenrad" aus Hamburg. Über dieses spezielle Gefährt stolperte ich im März 2015 in der Hamburger Hafencity. Ob das Rad wirklich als Segelrad umgebaut wurde, oder evtl. nur Werbezwecken dient, ist nicht bekannt. Das Rad stand neben der Greenpeacezentrale. Ob es mit Greenpeace etwas zu tun hat ist ebenfalls unklar.



Niederlande: Im Sommerurlaub 2014 fanden sich in der Fahrradstadt Groningen ebenfalls ein paar interessante Lastenräder. Hier ein Transportrad im Design der niederländischen Holzpantine. Der gelbe Aufbau erinnert zumindest mich etwas an den bekannten holländischen Holzschuh. Das Rad dient dem Kindertransport. Im Gegensatz zum Kinderanhänger hat man hier den Vorteil, das man die Kleinen immer im Blick hat. Ferner sitzen sie natürlich direkt im Fahrzeug. Dadurch ist der Transport schon sicherer. In den Niederlanden werden Transporträder übrigens als "Bakfiets" bezeichnet.



Niederlande: Schnappschuss auf dem Groninger Markt: Ein Lastenrad wird als Verkaufsstand für Kaffee genutzt. Das Unternehmen, dass dieses Franchisemodell für Kaffee auf dem Lastenrad anbietet, hat seinen Sitz übrigens in Osnabrück. 2010 fuhren die ersten beiden Räder durch Hannover und Osnabrück.



Groningen / Niederlande: Lastenrad mit textil verkleidetem Transportkorb. Das Rad dient wohl ebenfalls dem Kindertransport.



Groningen: Limousienservice für den Nachwuchs: Hier sitzen die Kleinen sogar im Trockenem.



Groningen: Transportradausstellung vor einem Fahrradgeschäft an der südlichen Seite der "Der Aa-kerk".



Groningen: weiterer Teil der schon oben gezeigten Transportradausstellung. Links ein Werberad mit Litfaßsäule, rechts ein traditioneller Vorderlader, der zum Kindertransport ausgerüstet ist.



Groningen: Ein älteres Großlastenrad an der Kirche "Der Aa-kerk".



Groningen: Blick in die Brugstraat mit Großlastenrad in Aktion.



Fund auf der Stadtrundfahrt am IKEA Groningen: Hier kann dieser schmucke, historisierte XL-Lastentransporter ausgeliehen werden. Kosten: 2,50 € pro Verleih (Stand 08-2014). Es handelt sich um ein Exemplar dieser Serie. Die Ladefläche misst stolze 190 x 90 cm. Laut Herstellerangabe beträgt die mögliche Zuladung mindestens 300 kg bis sogar maximal 400 kg!

Via Twitter stieß ich im Frühjahr 2016 auf das "Biber-Bike". Dabei handelt es sich um das neue Kundenlastenrad der Baumarktkette OBI in Franken. Das Rad kann bei vier Märkten im Raum Nürnberg ausgeleihen werden. Für Kunden sind sogar die ersten drei Stunden kostenlos. Vorbildlicher, zukunftsfähiger Kundenservice!



Stadtszene in Amsterdam: Selbst im kleinstem Vorgarten ist Platz für ein Lastenrad - hier als einspuriger Vorderlader (Bild: Swen Schneider Mai 2014).



Dieses Lastenrad fiel mir selbst im Juni 2015 in Amsterdam auf: Der einspurige Vorderlader wurde mit einer riesigen Kiste bestückt. Die Kiste erinnert mich etwas an eine Luftfrachtbox. Jedenfalls wurde die Kiste individuell nachgerüstet, denn serienmäßig gibt es das Lastenrad des Herstellers mit solch einem monströsen Spezialaufbau nicht zu kaufen (Bild: Radurlaub Niederlande 06-2015).



Amsterdam: Einspuriger Vorderlader mit hohem Ladeschwerpunkt über dem Vorderrad (Bild: Radurlaub Niederlande 06-2015).



Amsterdam: parkende Lastenräder im Straßenraum. Vorne steht wieder ein Lastenrad im Design "Holzpatine" (Bild: Radurlaub Niederlande 06-2015).



Amsterdam: schöner, mehrspuriger Vorderlader im Retro-Design. Das Modell besitzt eine klassische Schenkellenkung (Bild: Radurlaub Niederlande 06-2015).



Alltag in der Fahrradstadt Amsterdam: Kindertransport per Lastenrad (Bild: Radurlaub Niederlande 06-2015).




Streetfilms - Copenhagen Cargo Bikes: Mikael Colville-Andersen kommt als urbaner Mobilitätsexperte natürlich auch zu Wort. Der Hersteller des öfter gezeigten Bullit hat in Kopenhagen seinen Sitz. In der Fahrradmetropole Kopenhagen gehören Lastenräder schon länger zum alltäglichen Stadtbild. Heute sind hier rund 20.000 Lastenräder unterwegs.



Urbanes Kunstprojekt "Parkcycle" auf Basis des XYZ-Cargobike. Woher kommt es? Natürlich ebenfallsaus Kopenhagen!

Erfindung "Sargtransportrad" - auch das gibt es in Kopenhagen...



Toronto / Kanada: Werbedreiräder fahren für eine bekannte deutsche Schokoladenmarke. Ob als Appetitmacher die süße Versuchung auch geladen war bzw. verteilt wurde, ist nicht bekannt (Bild: Swen Schneider 08-2015).



Zurück nach Deutschland: Ein Exemplar des oben schon angesprochenem Bullit vor dem Umwelthaus in Kassel während einer Paketzustellung. Im Umwelthaus in der Wilhelmsstraße hat übrigens auch der ADFC Kassel seinen Sitz (Bild: Swen Schneider 04-2015).



Ein Velotaxi im September 2014 vor dem Eisernem Steg in Frankfurt am Main. Diese Transporträder vom Typ "Citycruiser" sind mittlerweile in vielen Städten deutschland- und weltweit anzutreffen. Hergestellt werden die modernen, elektrounterstützten Rikschas in Berlin. Neben dem Fahrer können die Dreiräder hinten zwei Passagiere transportieren. Laut Wikipedia sind weltweit mittlerweile 1800 Fahrzeuge im Einsatz.



Gemütlich entspannen oder gar zu zweit während einer Stadtrundfahrt kuscheln? Dies ist per "Bettbike" in Berlin möglich. Der vierrrädrige Lastenlieger besitzt eine Liegefläche mit auffällig rotem Bettkasten, auf der es sich zwei Personen bequem machen können. Die erste Stunde kostet mit Stand 02-2016 45 €. Laut Internetseite es Anbieters ist das "Bettbike" ein Einzelstück. Es wurde ursprünglich für eine Werbeaktion einer Hotelkette konstruiert. Nach dem es ungenutzt in einer Tiefgarage stand, hat Firmeninhaber Richard Eckes es erworben und nun einer dauerhaften, sinnvollen Verwendung zugeführt. Bleibt zu hoffen, dass das spezielle Gefährt noch vielen Berlinbesuchern schöne Urlaubserinnerungen bereitet.



Der Europalettentransporter: Im Hamburger Museum für Arbeit wird in der Dauerausstellung auch zur Geschichte der Europalette informiert. Das es dafür mittlerweile auch das passende Fahrrad gibt, war der Ausstellung natürlich nicht zu entmehmen. "Gabelstapler lädt Fahrrad" - unter dieser Schlagzeile stellte der Tagesspiegel das Elektro-Schwerlastenrad des Fahrradlogistics-Start-Up "Velogista" aus Berlin-Kreuzberg vor.



In der Hamburger Hafencity fiel mir im Februar 2015 dieser einspurige Vorderlader aufgrund des schön geformten Kastens mit seitlichem Einstieg auf. Das Rad wurde für den Kindertransport konstruiert. Es handelt sich dabei um dieses Modell eines niederländischen Herstellers aus Amersfoort. Der Kasten besteht übrigens aus Buchenholz - passend zu "Buchonia" im Herzen Deutschlands?



Werberikscha in Bad Karlshafen - gesehen am Weserradweg Richtung Bahnhof (Bild 05-2014).




"Elektro-Lastenfahrräder statt Lieferwagen - Made in Germany": Unter diesem Motto stellt ein Video der Deutschen Welle das "Urban-E" mit Einsatzbeispielen in Berlin vor.


Fund in Kassel an der Wilhelmshöher Allee Ecke Wehlheider Platz: Ein XYZ-Cargobike.

Das XYZ Cargobike-System ist ein Bausatzsystem mit Vierkant-Aluminiumprofilen für Lastenräder, das von Till Wolfer aus Hamburg und Ion Sorvin aus Kopenhagen entwickelt wurde. Die Pläne der XYZ-Räder stehen unter der nichtkommerziellen Creativcommons Lizenz (Aufkleber sogar am Rad). Für den privaten Gebrauch dürfen die Gefährte also 1:1 nachgebaut werden. Sonst werden auch Bastelseminare angeboten. Termine siehe www.xyzcargo.com Bastelanleitungen sind teilweise hier auf www.n55.dk zu finden (Bild 05-2015).


Das XYZ-Cargobike im Detail. Der Name des "XYZ-Systems" steht für eine dreifache, sehr verwindungssteife Schraubverbindung der Aluminiumprofile. Dadurch ergibt sich das klare, eckige Design des Rades. Für mich passt das Design gut zum Leitsatz "Form folgt Funktion" (siehe auch Wikipedia "Form follows function"), der in Deutschland u. a. im Bauhaus Anwendung fand. In der Mathematik und den Naturwissenschaften stehen "XYZ" in der Regel für die drei Dimensionen eines Koordinatensystem (Bild 05-2015).



Vorstellung des XYZ-Cargobike-Projekts und eines weiteren "Großlastenrades" im Video.

Zum achsrädrigen "Schwertransport-Lastenrad" findet sich hier die Seite des Konstrukturs. Das Rad gibt es mittlerweile auch mit imposantem Solarverdeck. Im folgenden Video ist das Schwertransport-Lastenrad in Aktion zu sehen. Die Fahrt findet sehr wahrscheinlich auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin statt. Diese beiden Bastelprojekt stehen stellvertretend sehr schön für die neue Lust am "selber machen" und dem Beginn einer neuen Mobilitätskultur im urbanem Raum.


Designstudie einspuriger Rahmentransporter: Die angehende Industriedesignerin Nele Dittmann aus Halle hat einen einspurigen Rahmentransporter mit ausklappbarer Transportbox entwickelt. Bilder und weitere Infos zum Projekt finden sich im Zeit-Artikel auf Velophil.

Einem Kommentar zum Bericht kann übrigens entnommen werden, dass diese Idee angeblich bereits in den 1930er Jahren in den Niederlanden Anwendung fand. Interessanter Hinweis. Hier müsste man mal in der Fahrradgeschichte wühlen... Vielleicht könnte da das einzige Fahrradmuseum der Niederlande, das Velorama in Nijmegen weiterhelfen. Mit 250 Exponanten ist es angeblich das größte Fahrradmuseum Europas.

Ein Bericht über eine weitere Designstudie findet sich hier. Die angehende Designerin Helena Reinsch aus Offenbach entwarf ein einspuriges Lastenrad mit Tiefträger.



Lastenrad im Dienst der Stadtreinigung: Statt mit dem Handkarren starten die Mitarbeiter der Ahlener Umweltbetriebe ihre Runden nun mit dem Lastenrad. Dabei handelt es sich um ein handelsübliches Lastenrad, das speziell für die kommunale Müllsammlung ausgestattet wurde. Weitere Infos mit Bild: Drei Räder rollen für den „To-go-Müll“ - Artikel in der Ahlener Zeitung vom 3. April 2015.




Auch das gibt es: Lastenräder in politischer Mission. Zur Bundestagswahl 2009 zog die "Die Linke" mit einer knallroten Lastenradflotte in den deutschlandweiten Straßenwahlkampf. Der Einsatz hat sich gelohnt: Trotz Verlusten von 3,3% schaffte die Partei mit 8,6% sicher den Wiedereinzug in den Bundestag.




Peter Altmaier (CDU), 2012 bis 2013 Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, testete in Berlin ein einspuriges Lastenrad. Bildstrecke mit Peter Altmaier auf "Ich ersetze ein Auto". Zu den Ergebnissen des wissenschaftlich begleiteten Lastenradradprojekts "Ich ersetze ein Auto".



Im Wahlkampf setzte sonst die SPD-Politikerin Anja Mobus ebenfalls auf ein Lastenrad.



Zum Schluss noch ein Motiv aus Kassel: Das solide wirkende Lastenrad der Kasseler Grünen vor dem Umwelthaus (Bild 09-2014).





Wem die bisherigen Dreiräder "zu starr" waren, der findet übrigens hier zwei kurvenfreundliche Alternativen: Der Lastenmehrspurer Veleon kann sich mit zwei Rädern vorne dynamisch in die Kurven legen. Das Veleon lässt sich übrigens auch zerlegen. Ein weiterer Vertreter dieser Gattung ist das französische Kiffy, dass extra als "Zerlegelastenrad" für enge Begebenheiten konstruiert wurde. Das Kiffy besitzt allerdings nur maximal zwei Gänge. Für bergiges Gelände ist es also das falsche Fahrzeug.



Damit endet der Streifzug durch den Bereich "Lastentransport per Rad" erst einmal. Die große Zeit des Fahrrads auch als Verkehrsträger für die "private Logistik" im urbarnem Raum hat gerade erst begonnen. Das Lastenrad kann einen wertvollen Beitrag für lebenswertere Städte und vor allem für eine zukunftsfähige Welt leisten. Von daher wird es hier sicher weitere Ergänzungen geben.



Nachtrag April 2015: Ich hätte in Kassel ebenfalls schon öfter ein Lastenrad brauchen können. Aber die Anschaffung eines Pedelec-Lastenrads scheitert erstens am nicht vorhandenen Stellplatz und zweitens wäre es auch ökonomisch eher unsinnig. So selten wie ich das dann mal brauche. Hier wäre das Leihen sicher sinnvoller.

Sonst hatte ich mir aufgrund das Stellplatzproblems auch mal über ein faltbares Lastenrad als Mehrspurer Gedanken gemacht. Erste Studien im Kopf gibt es. Ob das aber wirklich konstruktiv (beispielsweise im XYZ-System) umsetzbar ist, müsste ich erst mal anhand eines kleinen Funktionsmodells aus Pappe und Holz erproben...

Aber dieser Artikel über eine Fahrradaktion der Stadt Bocholt hat mich auf eine viel effizientere Idee gebracht, mein Transportproblem zu lösen: Und zwar mit einem hochwertigen, faltbaren "Fahrradanhänger-Einkaufstrolley". Da gibt es erstens kein Stellplatzproblem und zweitens: Im Sommer besitze ich dann einen Fahrradanhänger für kürzere Strecken in der Stadt und im Winter zu Fuß einen Trolley. Hier gibt es einen Test zum Thema. Wichtig sind für bessere Fahreigenschaften am Rad aber unbedingt Luftreifen. Das 58 cm breite Andersenmodell mit der großen Tasche aus dem Test gibt es übrigens jetzt auch mit Luftreifen. Vor daher dürfte das eigentlich auch besser hinter dem Fahrrad rollen.

Nachtrag 2. Agust 2015: Der 58 cm breite Andersen-Trolley (Made in Germany; Gestell "Royal Shopper" mit 25 cm Luftreifen rollt zu Fuß schon einmal sehr gut. Bisher wurde er aber nur zu Fuß getestet. Die mitbestellte Anhängerkupplung muss noch montiert werden. Da mir die Tasche vom Modell "Hydro" mit ihrer Rucksackfunktion gut gefallen hat, habe ich gleich noch ein zweites, schmäleres Gestell ("Alu Star Shopper") mit nur 40 cm Breite nachbestellt. So ist der Trolley mit dieser Tasche auch ein ideales Reisegepäck. Mit dem 15 cm Rädern des 40 cm breiten Gestells kommt man noch recht gut die Treppen an aufzugslosen Bahnhöfen hinauf. Und 40 cm Radstand bzw. 15 cm Radhöhe sind noch zugkompatibel. 58 cm Breite kann ich dagegen im Zug nicht empfehlen. Das ist zu sperrig.

Nachtrag 10 Oktober 2015: Trolley als Radanhänger: Jetzt hatte ich die Anhängerkupplung mal an einem Rad montiert. Die Nutzung als Radanhänger funktioniert bei mir aber überhaupt nicht. Bereits bei 12 bis 15 km/h schaukelte der Trolley sich gefährlich auf (bei nur kleinerer Beladung mit etwa 5 bis 7 kg). Schon beim Festmachen kam mir der Anstellwinkel des Trolley viel zu steil vor: Er beträgt bei meinem Rad mit 47 cm Rahmenhöhe 54 Grad. 47 cm ist mein Rad mit der größten Rahmenhöhe. Laut Bedienungsanleitung der Anhängerkupplung "Big Easy" sind maximal 50 Grad zulässig. Laut Produktempfehlung war die Kupplung ab 50 cm Rahmenhöhe geeignet. Na ja, ein Versuch war es wert. Die Kupplung könnte ich wahrscheinlich mit einem aufwendigen "Zwischenbefestigungsadapter" als Bastelei in den richtige, niederigere Position bringen. Aber das wäre schon eine größerer Aufwand. Einfacher wäre der Kauf eines neuen Gepächträgers mit passender Kupplung (kostet zusammen um die 100 €). Aber wer sagt mir, dass der Trolley dann mit dem niedrigerem Winkel wirklich sicher hinter dem Fahrrad fährt. Von daher lasse ich das erst einmal. Falls ich mal irgendwo leihweise auf ein Fahrrad mit z. B. 55 cm oder mehr Zentimeter Rahmenhöhe zugriff haben sollte, kann ich das ja mal testen. So ist dieses Kapitel erst einmal erledigt. Zum Einkaufen zu Fuß ist der neue Trolley als "Heckenporsche" aber in jeden Fall eine große Erleichterung. Von daher war das Geld da trotzdem gut investiert.

Für meine Anforderungen hinsichtlich des Abstellplatzes und Lastentransports wäre das oben bereits erwähnte Kleinlastenrad Kiffy durchaus gut nutzbar (eine passende Tasche hätte ich ja schon...). Aber mit einer Zweigangschaltung braucht man in Kassel an einen Einsatz natürlich nicht zu denken. Statt eines "Zerlegehinterteils" fände ich ein Hinterteil mit Dreh-Kipp-Mechanismus besser. Dann wären auch Schalt- und Bremzzug zum Hinterrad kein Problem.




© Dirk Schmidt 15-10-2015 -> zurück zur Startseite

(falls die Suchmaschine direkt auf diese Unterseite hierher verwiesen hat).