Weltumrundung der Solar Impulse II gestartet


Im Projekt unter Bertrand Piccard und André Borschberg soll die nur 2,3 Tonnen schwere Solarimpulse II mit der Spannweite einer Boing 747 die Welt umrunden. Und das ohne einen einzigen Tropfen Kerosin. Start war am morgen des 9. März 2015 in Abu Dhabi. Bis Anfang August soll der Solarsegler nach bis zu fünftägigen Nonstopetappen über die Ozeane wieder den Nahen Osten erreichen. Das Unternehmen ist damit dabei Technikgeschichte zu schreiben. Ferner überbringt es sehr eindringlich die Bortschaft, das es ein "weiter so" nicht geben darf, wenn wir unseren paradisischen "Garten Eden" in den kalten Weiten des Alls für die nachfolgenden Generationen lebenswert erhalten möchten. Ich drücke dem Projekt als Techniker aber auch als Erdenbürger beide Daumen!

Nachtrag Juli 2015: Aufgrund überhitzter Akkus auf dem Langstreckenflug von Japan nach Hawaii musste die Weltumrundung für 2015 abgebrochen werden. Das Flugzeug bleibt das Winterhalbjahr über auf Hawaii und wird dort bis März 2016 repariert. Im April 2016 wird dann erneut zum noch ausstehenden Teil der Weltumrundung gestartet. Trotz der technischen Probleme hat die Solar Impulse II bereits 2015 mit dem 5-tägigen Nonstopflug (117 h und 52 min) unter Pilot André Borschberg von Japan nach Hawaii einen neuen Langzeitrekord für Solarflüge aufgestellt. Hier ein aktuelles Projektvideo/Projektvorstellung von Dezember 2016 auf Youtube.

Allgemeine Projektvorstellung:

Der Untertitel kann über die Symbolleiste rechts unten neben der Uhr eingeschaltet werden.

Weitere Projekte zum Thema Elektroflug:

  • Fliegen mit Brennstoffzelle: Das Projekt "HY4" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrttechnik arbeitet an einem futuristischen, 4-sitzigen Eelktroflugzeug: Die Passagiere sitzen in zwei getrennten Kapseln im Bereich der Flügel. Der Antrieb befindet sich mittig. Kenndaten: 80 KW Motor, PEM-Brennstoffzelle, Reisegeschwindigkeit 145 bis 180 km/h, Reichweite 750 bis 1500 km, Maximalgewicht 1500 kg. Vorteil der Elektromaschine laut DLR: Aufgrund des hohen Drehmoments kommen die Elektroflieger der Zukunft mit kürzeren Start- und Landbahnen aus. Abbildungen und weitere Infos siehe Pressebericht auf INGENIEUR.de vom 21. Oktober 2015.
  • Auch Airbus beschäftigt sich bereits mit Elektroantrieben. Weiteres siehe Artikel "Große Elektroflugzeuge von Airbus sollen mit Hybridtechnik fliegen" auf INGENIEUR.de vom 3. Oktober 2015.

© Dirk Schmidt 15-01-2016 -> zurück zur Startseite

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